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Goodbye England

Marco says Goodbye to England, 04.02.2007

 


Nach 141 Tagen im grünen England neigt sich mein Erasmus Semester nun dem Ende entgegen. Hier also noch ein paar Zeilen über das was in den letzten 2 Wochen hier passiert ist. Hauptsächlich war die Zeit von Prüfungen geprägt, was auf der einen Seite heißt das jeder mehr oder weniger dafür gelernt hat, aber auf der anderen Seite auch gut gefeiert hat. Nach meinem Irland Ausflug um den 14.01. hatte ich meine erste Prüfung, Multivariate Data Analysis, am 17.01. Diese fand wie man es sonst nur aus Filmen kennt in der Turnhalle der Uni statt. Dazu hatte man vielleicht 15 Reihen a 20 Tische aufgestellt, sodass jeder gut separiert vom anderen war. Das musste schon alles seine Ordnung haben, z.B. musste man vorher den Taschenrechner und das Wörterbuch von der Uni überprüfen lassen, was dann in der Prüfung von den Kontrolleuren gecheckt wurde. Auch die folgenden Prüfungen sollten in für deutsche Verhältnisse relativ ungewöhnlichen Lokationen stattfinden. Eine der vielleicht kuriosesten davon ist die Sporthalle des Sheffield Wednesday Football Clubs. Nachdem die Prüfung ganz gut gemeistert war, standen dann am 23.01. Classical Control,  am 01.02. Stochastic Processes und am 02.02. Corporate Finance an. Ich bin mal gespannt was da rauskommt. Im Unterschied zu den deutschen Prüfungen war hier immer viel Taschenrechner rechnen nötig um die Matheaufgaben zu lösen. Auch hatte man in jeder Klausur die Möglichkeit aus verschiedenen Aufgaben zu wählen, was einen dazu verführt auf Lücke zu lernen und man dann in der Klausur feststellt, dass man trotz der Aufgabenwahl nicht zu viele Lücken haben sollte.

Da ich erst heute zurückfliege, hatte ich zum Glück am Samstag noch etwas Zeit einen letzten Spaziergang durch Sheffield zu machen und habe die Zeit genutzt um den lang vorgenommenen Besuch der Galerie der Stadt auszuführen. Hier konnte man hauptsächlich moderne Kunstwerke von englischen Künstlern bewundern, wie z.B. eine Serie von Weihnachtskarten, auf denen der englische Theaterfotograf Agnus McBean in einer Fotomontage, verkleinert dargestellt hat, wie er zusammen mit Puppen in einem Puppenhaus Tee trinkt. Bei wunderschönem Frühlingswetter habe auch ich mich künstlerisch gezeigt und meine letzten Eindrücke in festgehalten.

Die letzte und schwierige Etappe war mein Rückflug am Sonntag. Da man bei Ryanair seit November nur noch 15kg pro Person mitnehmen darf, womit man gut 2 Wochen im Urlaub auskommen würde, hatte ich große Sorgen etwas drauf zuzahlen. Jedoch fing es gut an. Als Erster checkte ich meinen Koffer ein, der mit 15,6 kg gut im Limit war. Nur das Handgepäck hatte mit 13 kg 3 kg zuviel. Das wurde aber zum Glück nicht gewogen. Also ging ich zur Handgepäckkontrolle wo man streng darauf hat, dass jeder nur ein Handgepäckstück hat. Ich hatte jedoch einen kleinen Koffer Laptop und Kamera. Nachdem ich mit meinem Koffer schon bis zur anderen Seite der Gepäckkontrolle durchgebracht hatte, wurde ich dann doch noch zurück gebeten. Mein Handgepäck wäre etwas zu groß und ich hätte ja auch 3 Taschen und nicht nur eine. Schade, so nah vor dem Ziel und ich musste zum Anfang zurück. Dort wollte man zunächst 62,50GBP für das zusätzliche Gepäckstück. Recht viel wenn man bedenkt, dass man dafür schon 3 Flüge Manchester – Dublin buchen kann. Nach einer kleinen Diät für meinen Koffer konnte ich das dann auf unvermeidliche 34,50GBP reduzieren. Also bezahlte ich an der Kasse und erhielt als letzter meinen zweiten Gepäckaufkleber auf meinem Reisepass. Naja, immerhin bin ich gut in Berlin angekommen und das Gepäck musste ja irgendwie mit. Das war also die letzte gute Story meines Englandaufenthaltes.

 

Ich hoffe dass es Spaß gemacht hat, meine Geschichte zu verfolgen und ihr über das ein oder andere der beeindruckenden Bilder meiner Galerie staunen konntet. Ich denke, dass ich mit meinen Geschichten nicht nur zeigen konnte, dass es mich noch gibt, sondern euch auch ein meinen Eindrücken von England teilhaben lassen konnte. Auch freue ich mich über das zahlreiche Interesse an meinen Geschichten, das ich seitdem Tobias mir gezeigt hat, wie ich den Blogcounter auf meiner Seite installiere, selbst mitverfolgen konnte. (Seitdem gab es auch einen inoffiziellen Wettkampf, darüber wer mehr Besucher auf seiner Seite hat.)
Auch wenn es, wegen all den schönen Momente, den Erinnerungen, den neu gewonnen Freunden und den vielen Eindrücken traurig ist, England zu verlassen, freu ich mich wieder in Deutschland zu sein.

 

Marco says Hello to Germany.

 

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Die grüne Insel

Die grüne Insel

12.01.-15.01.2007

Dieses Wochenende begab ich mich auf meine letzte große Reise meiner Erasmus Zeit. Diesmal ging es nach Irland, wo ich am Freitag und Samstag Dublin, sowie am Sonntag Belfast besuchte, was die Besichtigung aller UK Hauptstädte komplettierte.

Als ich am Freitag ahnungsvoll den Regenschirm eingepackt hatte, wusste ich noch nicht, dass ich ihn glücklicherweise das ganze Wochenende nicht benutzen werde. Nach der Anreise am Freitag und der gewöhnlichen Suche des Hostels, auf die ich dieses Mal besser vorbereitet war, konnte ich dann auch schnell mit dem Sightseeing beginnen. Das erste und zugleich auch letzte, was an dem angebrochenen Tag noch machbar war, war der Besuch der Bibliothek des Trinity Colleges. Dort waren das Book of Kells und der Long Room, eine 65 Meter lange und 10 Meter hohe Bibliothekshalle, zu besichtigen. Nach einem kleinen Spaziergang und einem Besuch der Temple Bar, dem wohl berühmtesten Pub Dublins, nach welchem die ganze, südlich der Liffey gelegene Gegend benannt ist, kehrte ich zurück zur Jugendherberge. Dort lernte ich schnell zwei Südafrikaner und 5 Schweden kennen. Außerdem waren in meinem Zimmer noch 2 Franzosen und 2 Spanier untergebracht. Somit stand am Freitag noch ein lustiger internationaler Abend an.

Samstagmorgen, setzte ich, noch nicht ganz fit, was sich jedoch bald bessern sollte, meine Dublin Tour mit einem Besuch der irischen Nationalgalerie fort. Nach einer Stärkung gelang ich schließlich nach leichter Desorientierung zum Castle of Dublin und dann zum Höhepunkt des Tages, dem Besuch der Guinness Brauerei. Nachdem man sich Etage für Etage, von der Geschichte des Guinness über die Zutaten, der Braukunst, des Transports und der Vermarktung des Guinness, vom Erdgeschoss ins 5. Obergeschoss gearbeitet hatte, konnte man am Ende der Tour in der Sky-Bar ein frisch gebrautes Guinness, mit einem herrlichen Blick über ganz Dublin, genießen. Auf dem Rückweg schlenderte ich noch durch Dublins Einkaufspassage, bevor zurück im Hostel gemeinsam den französischen und spanischen Zimmerkollegen zu Abend aß. Da wurde auch der weitere Verlauf des Abends geplant, woraufhin es mit den beiden Katalanen in einen Pub ging, um das Spiel FC Barcelona gegen Espanyol FC zu sehen.

Nach dem erschwerten Aufstehen am Sonntag fuhr um 8 Uhr morgens der Bus gen Belfast ab. Nach fast 3 Stunden Fahrt kam, ich dann im fast ausgestorbenen Belfast an. Diese Ruhe auf den Straßen lag daran, dass wegen des sonntäglichen Gottesdienstes, alle Geschäfte erst um 13:00 Uhr öffneten. Sehenswertes gab es eigentlich einiges, aber da sonntags kein Museum geöffnet hat, bzw. es z.B. für die Werft, wo die Titanic erbaut wurde gar kein Museum gibt, konnte ich alles nur von außen festhalten. Also war ich am Hafen, der Titanic Werft, wo man wie gesagt mit einem Museum und etwas Werbung bestimmt Tausende von Menschen in das sonst etwas triste Belfast ziehen könnte. Vorbei an der überdimensionerten City Hall, der Queens University, dem Botanischen Garten zusammen mit dem Ulster Museum ging es zur Shankill Road, einer Ausfallstraße ins Arbeitergebiet Shankill, wo mit vielen Wandmalereien an die Opfer der Terroranschläge und Kämpfe in Belfast erinnert werden soll.

Wieder beendete ich den Tag mit einem Shopping Spaziergang.

Am Montag dann ging um 8 Uhr mit dem Bus zurück nach Dublin, von da weiter nach Manchester und schließlich nach Sheffield, wo ich um 4 Uhr ankam.

Insgesamt war es ein sehr erlebnisreiches Wochenende, mit vielen Bekanntschaften, viel Spaß und vielen Informationen, zugleich jedoch, wahrscheinlich auch eine der letzten interessanten und informativen Geschichten meiner Erlebnisse, während des Erasmus Semesters.

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Umzug & englisches Wetter

Umzug & englisches Wetter

Schon dem Titel dieses Artikels kann man entnehmen, dass die letzten paar Tage hier nicht so sehr spannend waren.

Eine Neuerung die ich erfahren durfte ist mein Umzug in ein größeres Zimmer. Somit hat sich meine Wohnfläche von 8m² auf vielleicht 16m² verdoppelt. Es erhöht den Lebensstandard schon sehr, wenn man sich nicht immer mit dem Kopf am Hochbett anschlägt oder man sich  ohne Kletterer zu sein schlafen legen kann. Diese Herausforderung, die bis jetzt insbesondere nach längeren Pub Abenden nicht immer einfach zu meistern war, entfällt nun. Auch ist ein dichtes Fenster, wodurch man auch noch einen großartigen Ausblick auf den Park und den Arts Tower hat eine definitive Verbesserung. Aber wie bei jeder Veränderung gibt’s auch Nachteile. Zum Glück beschränken sich diese darauf, dass ich nun statt einer englischen Dauertelefonistin einen chinesischen Möchtegern-Sänger als Nachbarn habe. Aber man kann ja nicht alles haben.

Was ich jedoch schon gern mal wieder haben würde, wäre ein Sonnenstrahl. Ich hatte ja das englische Wetter eher dafür gelobt, dass es im Vergleich zu den Erwartungen ich daran hatte relativ positiv war. Bis jetzt. Nun langsam kann auch ich mich davon überzeugen, dass es seinem Ruf gerecht wird. Nach einer nunmehr 5 Tage anhaltenden Regen und Wind Kombination, lässt sich zurzeit wirklich nur schwerlich etwas Schönes am Wetter finden. Auch wenn man sich gespannt den Wetterbericht der nächsten Tage anschaut, wird man nicht unbedingt aufgemuntert: 3 von 5 Tagen Regen und Wind bei 30 km/h. Da fällt es den Nichtengländern wirklich schwer einen Schritt vor die Tür zu machen. Also bleibt man lieber zu Haus, macht ein paar hübsche Fotos um den neuen Ausblick zusammen mit dem schlechten Wetter festzuhalten und hofft auf Besserung.

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Silvester

Silvester

 

Ich wünsch euch allen ein gesundes, frohes Jahr 2007.

 

Auch in diesem Jahr wird es einige Berichte von mir aus England geben, auch wenn die wahrscheinlich Beeindruckensten schon geschrieben sind. Ich hoffe jeder hatte eine wundervolle Silvesterparty, egal wo sie stattgefunden hat.

Ich verbrachte Silvester zusammen mit Conny in London. Am 31.12.2006 reisten wir vom wohl kleinsten, von Billigflügen angeflogenen Flughafen Deutschlands nach London Stansted. Von dort ging es zunächst mit dem Bus in die Innenstadt, aus der wir mit der Tube wieder 40 min herausfuhren. Endlich kamen wir nach gut 2 Stunden Reise vom Flughafen zu der genannten Adresse, doch leider war das Hostel nicht da. Auf der einen Seite waren wir froh darüber, da die Gegend nicht gerade einladend aussah. Dort wäre sich kein Engländer  heimisch vorgekommen. Nachdem wir next door gefragt hatten, wo denn das Hostel sei und sie uns von ähnlichen Irrfahrten anderer Hostelgäste erzählte, empfahl sie uns einen Bus, der uns straight dorthin bringen sollte. Nur leider war uns das dort noch nicht bekannt. Nach weiterem vergeblichem Durchfragen, fanden wir es durch Zufall, nachdem wir  3 Stunden durch London’s Wohngebiete, die wahrscheinlich nur die wenigsten Touris jemals zu Gesichts bekommen haben, getourt sind.

Nun konnte die sight seeing Tour beginnen. Das große Hauptziel war das Stadion von London Chelsea. Dort angekommen schlichen wir uns in das eigentlich voll CCTV überwachte Stadion hinein. Wir kamen sogar bis auf die Tribüne und konnten einen Blick auf das Spielfeld werfen, bevor uns auf dem Rückweg die Wachen abfingen und uns völlig überrascht gefragt haben, wie wir es da hineingeschafft haben, worauf die einfache Antwort war: Die Tür war offen. Nachdem sie uns da rausgeworfen hatten, machten wir uns nach dem Dinner beim Italiener auf zum Feuerwerk, was an der Themse stattfand. Wir schauten es uns vom Trafalgar Square an, wo ein Großteil von den davorstehenden Häusern verdeckt wurde. Da das Feuerwerk so gewaltig war, dass der ganze Himmel kurzzeitig hell erleuchtet war, war es trotzdem ein großartiges Erlebnis und das Highlight eines langen Tages.

 

 

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Milan Bergamo

7.12.-10.12.2006 Mailand, Bergamo

Von Donnerstag bis Sonntag hab ich mich mit Alexander und Ilana, einer Kommilitonin Alexanders aus Breslau, in Mailand getroffen. Die erste Erkenntnis die ich bei der Landung machen musste ist, dass man bis 50m über dem Erdboden nicht bis auf denselbigen blicken konnte und es dazu noch regnete. Eigentlich noch erstaunlicher ist, dass es in England am Freitag und Samstag wolkenlos und sonnig gewesen ist. Nach meiner verspäteten Ankunft am Donnerstagabend fuhren wir mit dem Bus eine Stunde vom Flughafen ins Zentrum von Mailand und von da mit der Metro ins Hotel Vienna. Freitag früh begann dann unsere sightseeing Tour, die auf Grund des Regens viele Museen mit einschloss. Zuerst ging es auf den Piazza del Duomo, wo ich es wiedermal nicht lassen konnte ein Panoramabild von der Kulisse zu machen. Daraufhin schauten wir uns den Mailänder Dom von innen an und ich hoffe man bekommt von den Bildern einen Eindruck wie groß die 4. größte Kirche der Welt ist. Bei der Recherche auf Wikipedia hab ich etwas interessantes entdeckt: Wie heißt die größte Kirche der Welt (nach der Grundfläche geordnet)? Und vor allem wo befindet sie sich? Wenn man denkt es ist der Petersdom in Rom, ist man nah dran, aber für die 2. Frage auch wieder nicht. Man wird sich auf jeden Fall über die Antwort auf die 2. Frage wundern.
Wir sind jedenfalls nach dem Besuch des Domes durch die Einkaufspassage Galleria Vittorio Emmanuele II geschlendert, wo viele italienische und französische Designerläden zu finden sind. Prada und Louis Vuitton sind da nur die Bekanntesten. Nachdem wir uns satt gesehen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Kloster Santa Maria delle Grazie, wo Leonardo da Vinci’s „ Das Letzte Abendmahl“ ausgestellt ist. Leider hätte man, um es besichtigen zu können, schon 2 Wochen vorher buchen müssen, weshalb wir das Kloster nur von draußen betrachten konnten. Auf dem Weg dahin, passierten wir die Mailänder Scala, wo gerade Verdi’s Oper Aida aufgeführt wurde. Fortgesetzt haben wir unsere Tour mit einem Museumsbesuch im Castello Sforzesco. Dort befindet sich, neben einer Ausstellung antiker Möbel und modernem interior design, eine ägyptische Ausstellung. Das Beeindruckendste der Ausstellung waren die Mumien, die hier anzuschauen waren, aber auch der zugehörigen Grabschmuck, die Sarkophage, sowie Papyrusschriften waren sehr sehenswert.
Nach der ausgedehnten Tour durch Mailand brauchten wir eine Pause in einem Café. Wir relaxten bei einem guten Cappuccino oder italienischen Cafe (= Espresso).
Dann ging es zunächst zurück ins Hotel, wo wir die Touristenkleidung ablegten und uns auf den bevorstehenden Abend vorbereiteten. Am Abend ging es dann nach einem leckeren Dinner in einer nahegelegenen Pizzeria, zum Naviglio Grande, dem ältesten Kanal Mailands, an welchem sich viele Cafés und Restaurants befinden,  welcher deshalb ein idealer Ort ist, um den Abend bei einem italienischen vino rosso und ausklingen zu lassen.


Leider mussten Ilana und Alexander am Samstag Nachmittag schon wieder zurückfliegen, weshalb wir mittags zum Flughafen gefahren sind. Da ich noch bis Sonntag morgen in Italien bleiben durfte, verbrachte ich meinen Samstag Nachmittag im malerischen Bergamo. Bergamo, in 15min mit dem Bus vom Flughafen zu errreichen, hat eine wunderschöne, auf einen Hügel gelegene Altstadt mit vielen engen Gassen und überraschend vielen Konditoreien, die alle italienische Weihnachtsgebäcke im Schaufenster ausstellten. Bei meinem Spaziergang durch Altbergamo setzte wieder der Regen ein, weshalb ich das Modern and Contemporary Arts Museum in Bergamo besuchte. Ich muss jedoch sagen, es lohnt sich auf jeden Fall auch wenn es nicht regnet da hinzugehen. Es fand gerade eine Ausstellung von Jesus Raphael Soto und Mungo Thomson statt. Wie im Bild zu sehen, war ein Ausstellungsstück ein raumfüllender Würfel, mit an der Oberseite befestigten blauen Seilen, in welchen man hinein- oder vorbeigehen konnte. Das verblüffende daran, wie bei allen Bildern Soto’s ist, dass man durch das Flimmern den Eindruck die Seile hatte, dass sich die Seile bewegen, obwohl sie sich in Ruhe befanden. Anschließend an den Galeriebesuch hab ich mich mal auf einem italienische Weihnachtsmarkt umgeschaut. Trotz des guten italienischen Weines gibt es in Italien leider keinen Glühwein auf den Weihnachtsmärkten, dafür aber viele andere kulinarische Spezialitäten, wie Salami, getrocknete Früchte sowie Schokolade und Karamel. Nach etwas Chrismas shopping ging ließ ich es mir in einem Café bei einem Cocktail, natürlich mit italienischem Amaretto gut gehen.

Am Sonntag, meinem Abreisetag, wechselte das Wetter in strahlenden Sonnenschein. Leider konnte ich nicht viel von der Sonne tanken, da ich schon um 10Uhr morgens zurückflog um dann um 11Uhr in London bei Regen wieder auszusteigen. So kann es halt laufen. Hier zum Beweis noch ein Foto des Alpenpanoramas in Bergamo.

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Xmas in Sheffield & Manchester

27.11. – 2. 12.

Ich glaub ich muss mich fast etwas entschuldigen, dass ich lang nicht mehr online war. Ich versuch hier mal ein paar Sachen anzuführen, die ich in dieser Woche so erlebt hab und zum Teil meine schwache Internet Präsenz erklären sollen.

Fangen wir am Dienstag an, da es für Montag außer dem Spanisch Kurs keine Ausreden gibt. Also Dienstag waren David und ich mit ein paar Freunden von einer Society beim Laser Quest. Das ist so etwas wie Paintball, halt nur ohne Farbe und stattdessen mit Lasertreffererkennung. Da ich vorher noch nie bei so einer Sache dabei war, war es trotz unserer (Team blau) doppelten Niederlage eine überraschend aufregende und starke Sache. Ich hätt auch wirklich nicht gedacht, dass es soviel Spaß machen kann. Schon allein sich in dem sehr verwinkelt umgebauten Haus zurecht zu finden war ein Spaß, der noch durch eingeschränkte Sicht aus einer Nebelkanone vergrößert wurde. Nach 2 Spielen waren wir dann auch recht fertig und da wir noch 35min in ziemlicher Kälte nach Hause laufen mussten, hab ich den Rest des Abends verschlafen.

Der nächste Abend sollte es etwas ruhiger, da kultureller, aber nicht weniger interessant werden. Wir (wieder wir beide und dann noch ein paar andere ERASMUS Studenten) waren im Uni of Sheffield Drama Studio bei „Odds’n’ Ends einem Drama von Shakespeare. Wer jetzt sagt ach klar das kenn ich doch irgendwoher muss schon ein ziemlicher Literaturfan oder Shakespeare Fan sein, da ich das noch nicht einmal auf der englischen Wikipedia Seite unter Shakespeares Spielen gefunden hab. Ich muss zugeben, dass es obwohl alle recht deutliches Englisch gesprochen haben, ich nicht so viel verstanden habe. Vor allem bei den kleinen Wortwitzen, die der Bettler immer mal eingeworfen hat, was man an der Reaktion des Publikums merkte, saßen wir etwas steif da und haben mehr oder weniger mitgelacht. Man war echt immer gefordert von den spielerischen Einlagen und den Haltungen der Personen etwas darauf zu schließen, was sie gesagt haben und welche die Beziehungen zwischen den Personen bestehen und wie die sich verändern. Wenn man da wirklich dabei sein wollte, war es nichts zum entspannen. Insgesamt war es doch sehr interessant auch wenn man nicht jeden Witz aufgefasst. Wie schon gesagt, führte dies dazu, dass ich auch am Mittwoch von 17 – 22:30 nicht zu Hause war.

Am Donnerstag ist, wie jeden Donnerstag Wasserspringen angesagt. Das hab ich ja noch in keinem Wort erwähnt, aber Sheffield hat eine richtig große Schwimm und Springerhalle, die auch für nationale und internationale Wettkämpfe genutzt wird. Ich hab versucht ein Bild zu machen, aber da dies verboten ist kann ich zwecks Bildern nur auf die Ponds Forge Webseite verweisen. Wasserspringen hier ist richtig cool, ich hab hier zum ersten Mal Sprünge gemacht die in Dresden noch nie so richtig geklappt haben, wie nen 1,5 Delphinsalto.

Nach dem Springen war diese Woche der Sheffield ghostwalk geplant. Das ist ein geführter Spaziergang durch Sheffields Gassen bei Nacht, bei der man grusselige Geschichten über Sheffields Geschichte, die mehr oder weniger wahr sind, recht eindrucksvoll erzählt werden. Irgendwie scheinen die hier stärker an solche Sachen zu glauben oder sind zu mindest enthusiastischer darüber. War auf jeden Fall interessant, was für Geschichten über weiße menschenfressende Hunde mit roten Ohren,… er so erzählt hat. Man hatt auch mitbekommen, dass die Sheffielder sehr stolz auf ihren Stahl sind. Das im 19Jh. 90% des Weltstahl aus Sheffield kamen, hat mich dann auch überrascht und überzeugt. Deswegen war Sheffield im 2. Weltkrieg auch ein Hauptziel der deutschen Luftwaffe und viele Gebäude wurden zerstört. Die Runde endete im ältesten Pub (und auch ältesten Gebäude) Sheffields, dem Old Queen’s Head, wo es bei einem warmen Tee oder Kakao, oder nem Pint je nachdem, noch ein paar zusätzliche Geschichten gab. Die Tour endete dann so 22 Uhr und wieder schloss sich ein 35min nach Hause Weg durchs kalte Sheffield an.

02.12.2006

Christmas Market Manchester

Am Samstag bildete der Besuch des Manchester Weihnachtsmarkts den Wochenhöhepunkt und wieder einmal gab es eine Menge komischer Sachen zu beobachten. Zum Beispiel: Obwohl es sich europäischer Weihnachtsmarkt nannte waren ¾ aller Stände deutsch. Man konnte von der Thüringer Rostbratwurst, über Dresdner Christstollen, Frankfurter Würstchen, Nürnberger Glühwein bis hin zu Spreewaldgurken alles kaufen, was in irgendeiner Ecke von Deutschland typisch ist. Also haben David und ich sich erstmal einen Glühwein zum aufwärmen gegönnt, von einem Magdeburger Glühweinstand. Man muss sagen, Glühwein so wie man ihn aus Deutschland kennt schmeckt anders, aber immerhin hat er gewärmt. Nachdem wir den ersten und größten, der 5 Weihnachtsmärkte abgelaufen hatten und alle deutschen, aber auch europäischen kulinarischen Weihnachtsspezialitäten, wie belgische Schokolade oder was es hier recht häufig gibt geröstete Esskastanien, angeschaut hatten, ging es weiter zum handwerklichen Weihnachtsmarkt. An dessen Ende das Manchester Wheel steht, ein Riesenrad, vielleicht in der Größe des Dresdener Riesenrades. Hier gibt’s ein paar Ausblicke von oben zu sehen.

Nach dem Einbruch der Dunkelheit und schon in Richtung des Heimweges kamen schauten wir in der Manchester Art Gallery Gemälden aus dem 17Jh. und 18Jh. bis zu futuristischen Inneneinrichtungen. Auch ein Bild der Festung Königsstein aus dem Jahr 1756 war überraschenderweise dabei. Damit neigte sich der Ausflug auch seinem Ende. Um 18:30 brachte uns der Bus wieder sicher über die Hügel des Peak Districts nach Sheffield.

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Peak District & Unialltag

Hi everybody,
wie uns auch unser Professor grüßen würde. Dieses Wochenende hatt ich Besuch von Tobias aus Derby. Da er etwas schneller mit dem ganzen Bericht über das Wochenende war, ich es nicht besser hätte schreiben können und ich außerdem etwas Werbung für seine Seite machen will, mach ich es mir dieses Mal sehr einfach und verlinke euch hier mit seinem Bericht über unsere Erlebnisse vom 17.-19.11.
 
Da diese 5 Zeilen etwas zu einfach wären für einen ganzen Bericht, möchte ich euch noch diverses über den Unialltag hier erzählen. Da hier alles walkable ist und es auch kein Semesterticket wie an vielen deutschen Unis gibt, fährt hier kaum ein Student mit dem Bus. Deswegen bilden sich früh um 9 zur Studenten rush hour auch schon mal Schlangen auf den Fußwegen die zur Uni führen. Ist ja ne ganz einfache Rechnung. Sagen wir 20000 Student gibt an der Uni davon wollen vielleicht 5000 zur 1. Stunde gehen. Sagen wir mal hier gibt’s 5 Hauptrichtungen aus denen man zur Uni kommen kann. Dann sind das immer noch vielleicht 1000 Leute diesen Fußweg innerhalb einer viertel Stunde überqueren. Also 66 pro Minute oder bei 5 km/h, 66 Leute auf 83 Metern, also ungefähr alle 1,25m eine Person, allein auf unserem Fußweg. Jetzt stelle man sich vor man würde die Rechnung rückwärts vollziehen, was würde man da erhalten? Richtig: Die Anzahl der Studenten an der Uni hier. Genug dazu, das war nur mal ein kleines Gedankenspiel. Ich danke jedem der bis hierhin gekommen ist ohne einzuschlafen. Der höchste PC Pool Europas
Was vielleicht Erwähnenswerter ist am Ende des Fußweges kommt man zu einem Gebäude in dem sich der höchste PC Pool UK’s , ich muss mich berichtigen of entire Europe befindet, wie man unter Wikipedia nachlesen kann. Der Arts Tower ist mit 78m nämlich das höchste Universitäts Gebäude ganz Europas um, dass noch einmal zu betonen. Die Sheffielder wollen halt hoch hinaus.Blick aus dem höchsten PC Pool Europas Hier also ein paar Fotos des höchsten universitären PC Pools Europas.
 
Wie halt oben schon angedeutet sind die Professoren hier alle sehr locker drauf. Die sind immer für ein kleines Schwätzchen zu haben und E-mail schreibt man denen auch nicht in dem hochformellen Style wie es in Deutschland der Fall wäre. Was wäre noch zu erwähnen, ach ja die PC Pools überhaupt. Also von denen gibt’s ne Menge hier. Ich habs noch nicht erlebt, dass ich für nen PC warten musste und auch an Software haben die alles was einen Studenten irgendeines Faches so bräuchte. Hier gibt’s sogar nen Flugsimulator für die Pause zwischendurch. Das ist eigentlich etwas sehr wissenschaftliches vom Automatic Control Department, hält aber auch als Pausenablenkung her. Das einzige was hier zu bemängeln ist, hier gibt’s keine Art von Kantine. Vielleicht liegt es daran, dass wie Tobias schon gesagt hat, die Engländer gern während der Arbeit essen oder sich halt schnell ein sandwich einwerfen. Das ist jedenfalls nicht für nen deutschen Studenten der an die gute Mensa gewöhnt war. Ja das war mal eine Zusammenfassung der Alltagsstories die es auch gibt. Wenn man die letzten Blogs gelesen hat, hat man vielleicht gedacht ich bin die wenigste Zeit wirklich in Sheffield, aber das ist nicht so, wie ich hiermit vielleicht etwas bestätigen kann.  
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Nizza

Nizza 10.11. – 13.10.2006
 
Nach einer nicht sehr spannenden und verspäteten Anreise bin ich am Freitag gegen 22:00 Uhr in Nizza angekommen, wo mich Sören schon erwartete. Nach dem Einchecken im Hotel ging es auf eine kleine Entdeckungstour durch Nizza bei Nacht. Nach einem Spaziergang entlang der Strandpromenade und einem Test der Wassertemperatur, die noch recht angenehm war, kehrten wir dann in einem Cafe auf ein Weinchen ein.
Samstags besichtigten wir Nizza dann per Rad und kämpften uns einen der recht steilen Berge hinauf, in Hoffnung auf eine beeindruckende Aussicht und eine schöne Abfahrt. Bei diesem Ausflug kamen wir an einer Militärparade, zum Gedenken an das Ende des ersten Weltkrieges, vorbei. Nachdem wir unsere Runde beendet hatten, bereiteten wir uns auf den Hauptteil des heutigen Tages, den Ausflug nach Monte Carlo vor. Nachdem der Anzug saß konnte es dann losgehen. Nach 20 min mit dem Zug entlang der Cote d’Azur erreichten wir dann unterirdischen Bahnhof von Monte Carlo. Wenn man sich da eine Weile aufhält, versteht man schnell warum der Bahnhof im Berg ist und warum Monaco ein Land mit einer der höchsten Bevölkerungsdichten ist.  Wenn man schon mal in Monaco ist, ist natürlich die Besichtigung der Formel 1 Rennstrecke eines der Top Sehenswürdigkeiten. Wenn man im Fernsehen Formel 1 schaut kommt einem der Hafen, die Straßen, … recht groß vor, jedenfalls hätt ich mir die Straßen breiter und die Streckenführung länger vorgestellt. Umso erstaunlicher ist es, sich vorzustellen wie Schumacher, Alonso und Co durch die engen Straßen mit über 200 km/h fahren. Den Sonnenuntergang bestaunten wir dann auf dem Palais du Prince, dem erhöht gelegenen Palast der königlichen Familie. Hier entstanden auch die wohl beeindruckensten Bilder des ganzen Wochenendes. Entlang der Kathedrale von Monaco und dem ozeanographischen Museums ging es dann zurück zum Hafen, der von den Fahrgeschäften des dortigen Rummels hell beleuchtet wurde. Nach einer kleinen Stärkung näherte sich dann der Höhepunkt des Tages, der Besuch des Casino von Monaco. Nochmal schnell etwas Geld abgehoben und schon konnte es losgehen. Leider darf man im Casino nicht fotografieren, da sich die 10€ Eintritt schon lohnen würden um nur die prunkvolle Innenausstattung zu sehen. Aber wenn man schon einmal da ist, muss man natürlich auch mal zocken. Also beobachteten wir zunächst das Spielgeschehen um den Wert der einzelnen Jetons herauszufinden. Schließlich trauten wir uns mit einem im Vergleich zu den italienischen Spielern, die 500€ Bündeln gegen Jetons einlösten, lächerlichen Einsatz an den Tisch. Es lief auch recht positiv, so dass wir beide einen kleinen Gewinn mitnehmen konnten. Nach einem weiteren Crepe im Hafen ging es dann zurück nach Nizza, wo uns die Spielsucht noch einmal gepackt und wieder ins Casino gezogen hat. Leider liefs diesmal nicht ganz so für mich, so dass ich die Gewinne von Monaco nach Frankreich gebracht hab. Aber immerhin hats noch für die Heimreise gereicht. ;-)
Am Sonntag entstanden ein paar sehr schöne Panoramabilder von Nizza vom Mont Boron. Nach nun ausreichend Kultur und sightseeing Aktionen haben wir uns gedacht kann man ja auch einfach mal am Strand von Nizza in der Sonne chillen und ein Bad im Mittelmeer nehmen. So haben wir dann auch den Sonntag Nachmittag herumbekommen um dann erholt und frisch am Montag wieder an die Arbeit zu gehen.
 
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Chatsworth & Cardiff

Chatsworth Castle
 
Donnerstag, 26.10.2006
 
Chatsworth Castle ist ein sehr schön gelegenes, großes Anwesen, welches die Besitzer Familie zur Besichtigung freigibt. Im Garten, oder besser Schlosspark, sind zahlreiche Skulpturen von mehr oder weniger bekannten Künstlern zu sehen. Ich lasse ab nun einfach mal die Bilder für sich sprechen.
 
 
 
Cardiff
 
Am letzten Wochenende, an dem meine Eltern mich besuchten, haben wir nen kleinen Trip durch Wales unternommen. Freitagnachmittag ging es also auf nach Cardiff. Nach einer Stunde Stau rund um Birmingham und einem kleinen Umweg, hatten wir dann nach Einbruch der Dunkelheit Cardiff erreicht. Die Suche der Unterkunft gestaltete sich diesmal besonders schwierig, da erstens alle Straßen walisische Namen hatten, was absolut nichts mit Englisch zu tun hat, und uns dann auch noch ne Falle gestellt wurde. Irgendwo in Cardiff gibt’s eine Cyncoed Avenue, die aber nicht mit der Cyn-coed Avenue, die senkrecht zu ersteren liegt, zu verwechseln ist. Denkt man nun man befindet sich auf der Cyncoed Ave, wobei man sich auf der Cyn-coed Ave befindet und biegt links ab, sieht man links plötzlich die Cyncoed Ave an sich vorbeiziehen. Da kommt natürlich sofort die Frage auf: Wo ist man denn nun? Nachdem wir diese tricky Falle registriert und uns neu eingenordet hatten, ging es dann ziemlich straight. Am Samstag ging es dann wieder in Castle. Man kann nun langsam Analogien in den Städtereisen finden. Anreise, Besuch des Castles, Spaziergang durch die Stadt und Abreise zur nächsten sehenswerten Stadt. Naja das ist eigentlich etwas schade, aber mag daran liegen, das man halt an einem Tag nicht so sehr viel anschauen kann. Also es gab sonst auch nichts so Außergewöhnliches mehr in Cardiff. Nach einer Durchquerung der walisischen Highlands bin ich dann schließlich Samstagabend von Birmingham mit dem Zug nach Sheffield zurück gefahren. Mit mir im Zug fuhr eine Sheffield Wednesday Fangemeinde und wie das so nach einem verlorenen Spiel ist, ist auch Alkohol dabei. Ich muss sagen das ist eigentlich das erste Mal,  dass ich mit Nicht-Studenten, abgesehen von Verkäufern oder Professoren, über auch relativ ernste Themen geredet habe. Die waren nicht so von England überzeugt, da ihrer Meinung die Steuern viel zu hoch seien. Das kann ich verstehen, das bei einem Preis von 6GBP = 9EUR für eine Schachtel Zigaretten und 8-10GBP für ne einfache Flasche Wodka oder Rum, von ihren 200GBP im Monat nicht mehr viel übrig bleibt. Noch dazu wenn man hier ein Auto benötigt, das mit allem bestimmt auch nicht billiger als in Deutschland wäre. Er meinte sogar, wenn er könnte würde er am liebsten nach Neuseeland auswandern. Naja. War auf jeden Fall mal ganz interessant mit ein paar Ur-Sheffieldern zureden. In Sheffield angekommen, gab es dann einen Stimmungswechsel von depressiv auf total in Partylaune. Da dieser Samstag jener vor Halloween war, konnte ich auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause von Teufeln, Bienen, über Geister und Ottonormal-Bürger alles betrachten, was mir auf dem Weg angetrunken entgegen kam.
Das war insgesamt also wieder ein sehr vielfältiger Eindruck den ich an diesem Wochenende von England gewinnen konnte.
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scotland

Freitag 20.10. – Sonntag 22.10.
 
Schottland
 
Nach der recht „anstrengenden“ Woche stand dieses Wochenende eine erholsame und sehenswerte Tour durch Schottland mit meinen Eltern an. Meine Eltern waren schon am Dienstag angereist und hatten sich ein Auto gemietet mit welchem wir uns durch Schottland geschlängelt haben.
Der erste Haltepunkt unserer Reise war Scarborough was wir noch am Freitag Nachmittag anfuhren. Wir hielten hier nur kurz und schossen ein paar Fotos, was eigentlich schade war, da Scarborough eine verträumte kleine Stadt an der Ostküste von England ist, wo es sich gelohnt hätte auch länger zu verweilen. Da wir jedoch für diese Nacht schon eine Unterkunft in Newcastle gebucht hatten, was mit dem Auto noch 2 einhalb Stunden entfernt war und wir am Freitag noch die Whitby Abbey unweit von Scarborough anschauen wollten, waren wir etwas unter „Zeitdruck“. Angekommen in Whitby dämmerte es schon und der Einlaß zur Abbey hatte schon geschlossen. Weshalb wir wieder nur ein paar Fotos von draußen machen konnten. Nach weiteren anderthalb Stunden Fahrt und eingen unnützen Meilen, die wir der Dunkelheit wegen zu weit gefahren sind, erreichten wir gegen 9 schließlich unsere Unterkunft wo wir schon erwartet wurden.
 
Der Samstag begann dann mit einem typisch englischen Frühstück, also Toast mit gebratenem bacon, Spiegelei, beans und sausages. So gut gestärkt war Schottlands Hauptstadt Edinburgh heut Ziel unserer Reise. Nach einer 3 Stunden Fahrt entlang der Ostküste Englands und Schottlands, vorbei am Bass Rock, einem Felsen nahe der Küste bei Northern Berwick kamen wir gegen Mittag in Edinburgh an. Nachdem wir eine weitere Stunde mit der Suche unserer Unterkunft beschäftigten, konnten wir dann endlich zum sightseeing übergehen. Ich muss sagen, dass Edinburgh wirklich eine sehr schöne Stadt ist.  In recht hügeligem Gebiet gelegen, mit vielen schmalen Gassen und einer mittelalterlichen Altstadt sowie einer Georgianischen Neustadt ist Edinburgh reich an Sehenswertem. Deshalb ist es schade, dass wir nur einen Tag in Edinburgh geblieben sind. Wir besichtigten zuerst das Edinburgh Castle und die sich darin befindlichen schottischen Kronjuwelen. Das war auf jeden Fall (oder wie ein Engländer sagen würde definitly) die 10,50 GBP wert. Danach ging es zurück zu unserer Zimmervermietung um den Schlüssel abzuholen, den es beim ersten Versuch noch nicht gab. Zurück in der Innenstadt ließen wir den Abend in einer der zahlreichen Pizzeerien ausklingen.
 
Am Sonntag ging es dann weiter Richtung Nordschottland, insbesondere nahmen wir Kurs auf Inverness und das Loch Ness. Nach einem Stop in Inverness fuhren wir also entlang des berühmten Loch Ness und das einzige Monster, welches ich gesehen hab hatte die Form eines Plüschtiers in einem Invernesser Souvenier Shop. Trotzdem war die Fahrt von Inverness nach Fort Augustus entlang des Loch Ness und von da weiter nach Fort Williams entlang des Loch Lochy landschaftlich beeindruckend. Auch das Wetter war an diesem Tag auf unserer Seite, was für die Jahreszeit in Schottland sehr glücklich ist, hab ich mir sagen lassen. Nach diesen ersten 350 km,
sorry 220 Meilen, keiner hier weiß so richtig wie weit 350 km sind, war es schon später Nachmittag und wir hatten noch ein ganzen Stück vor uns, bis wir Glasgow, unsere Tagesziel, am Abend erreichten. Nach der obligatorischen Suche des Hotels, was diesmal recht schnell von Statten ging, wir waren ja schließlich schon geübt darin, konnten wir noch einen Spaziergang durch die Innenstadt machen, wovon hier ein paar Fotos zu sehen sind.
 
Von Glasgow ging es am Montag zurück nach Sheffield, natürlich nicht ohne noch eine „Sehenswürdigkeit“ auf der Strecke mitzunehmen. Diese Sehenswürdigkeit nennt sich „Electrict Brae“ und ist ein Stück Straße an der schottischen Ostküste auf der Auto anscheinend bergauf fahren. Es liegt auf der A719 südlich von Ayr im Ayrshire. Außerdem ist zu raten von Ayr an der Küste entlang zu fahren, damit man sich nicht sofort die magische Illusion nimmt. Kommt man nämlich, wie wir, von der anderen Seite ist es fairly obvious, dass es nichts mit einem starken Magnetfeld zu tun hat, wie der Name vielleicht andeutet, sondern einzig eine optische Täuschung ist, die wie gesagt nicht so richtig wirkt, wenn man den Brae von Maybole anfährt, da man den angeblichen Berg mit dem Horizont des dahinterliegenden Meeres vergleichen kann und feststellt, dass es doch ein fallendes und kein steigendes Stück Straße ist. Wenn man ein bisschen Englisch lesen kann, dann stellt man fest, dass diese Beobachtung auch auf der an der Straße liegenden Informationstafel festgehalten ist. Nach diesem physikalischen Wunder ging es dann direkt zurück nach Sheffield, wo ich am Abend noch einen Spanisch Kurs hatte. Das Wochenende haben wir also bis auf die letzte Stunde voll ausgenutzt. In der Gallerie findet man unter Schottland diesmal auch eine zahlreiche, aber doch kleine Auswahl der 275 Bilder die während der drei Tage entstanden sind.
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